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Die Corona-Pandemie hat die Welt auf den Kopf gestellt. Dinge wie der Besuch von Oma und Opa oder das Treffen unter Freunden sind auf einmal nicht mehr selbstverständlich. Das gilt auch für das Martinsfest.

An Allerheiligen ist es guter Brauch, die Gräber unserer verstorbenen Angehörigen zu besuchen und dort gemeinsam ihrer zu gedenken, für sie zu beten und ihre Gräber zu segnen. Ursprünglich hatten wir gehofft und geplant, die Friedhofsgänge in unserer Gemeinde möglich zu machen. Allerdings lassen die derzeitigen Zahlen im Landkreis Miltenberg es nicht zu, dies zu realisieren.

Und plötzlich ist alles anders. Über Nacht. Von heute auf morgen. Nichts ist mehr, wie es war. Nichts wird mehr, wie es war. Das Leben ist ein anderes. Ob das Alte jemals zurückkommen wird? Wann es zurückkommen wird? Das weiß keiner. Prioritäten haben sich in den letzten Monaten verschoben. Was immer gesetzt war, fiel. Was wichtig erschien, wurde auf einmal nichtig.

Hier finden sie die aktuellen Rahmenbedingungen und Auflagen für Gottesdienste in der Diözese Würzburg.

Lange und intensiv haben wir uns als Seelsorgeteam Gedanken darüber gemacht, wie wir die Erstkommunion in diesem Jahr feiern können.

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Main-Mömling-Elsava hat sich aufgrund der aktuellen Bestimmungen dazu entschlossen, dieses Jahr  eine etwas andere Pfingstvesper zu feiern:

Langsam beginnen wir wieder Gottesdienst zu feiern. Die Situation ist aber alles andere als leicht. Normalität ist lange noch nicht an der Tagesordnung. Vielleicht drückt das Gebet von Gerlinde Knoller (erschienen Christ in der Gegenwart Nr.19/2000) genau das aus, was wir in diesen Tagen und Wochen erfahren.

Nachdem die staatlichen Organe die Feier von öffentlichen Gottesdiensten unter strengen Auflagen ab dem 4. Mai 2020 wieder erlaubt haben, hat unser Bischof Dr. Franz Jung am 28. April 2020 ein Dekret erlassen, das die Feier von Gottesdiensten in unserem Bistum während der Corona-Krise regelt. Bischof Franz hat sich dabei bewusst dafür entschieden, noch keine Eucharistiefeiern zuzulassen.

Die Beratungsstellen der Diözese bleiben vorerst für den Publikumsverkehr geschlossen. Die psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen in Aschaffenburg bietet aber weiterhin telefonische Beratung an.

Unsere Kommunionkinder würden sich gerade jetzt, in diesen Tagen, ganz besonders intensiv auf ihren einmaligen Tag vorbereiten. Es sollte ein großes Ereignis werden und nun kommt alles ganz anders. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sagt ein Sprichwort und das ist wirklich so. Der große Tag wird nachgeholt werden. Dennoch ist die Freude getrübt - dies sagt auch Weihbischof Boom in einem Brief an die Kommunionkinder. Natürlich erhalten die Kinder in der Zwischenzeit Gebete, Anregungen und Vorschläge vom Seelsorgeteam. Aber auch unsere Gemeinden, die sich jedes Jahr auf „ihre“ Kommunionkinder freuen, denken an die Kinder. Nehmen wir alle die Kinder mit dem folgenden Gebet in den Blick:

Guter Gott
in dieser Zeit ist vieles anders.
Normalerweise würden sich unsere Kommunionkinder auf ihr Fest vorbereiten.
Das Kleid ist gekauft, die Kerzen bestellt, der Gottesdienst vorbereitet,
die Einladungskarten geschrieben.
Aber das gemeinsame Fest am Tisch des Herrn
ist in diesen Tagen nicht möglich.
Es muss verschoben werden.
Du bist unser Freund.
Du sorgst dich um uns und willst uns trotzdem nahe sein.
Sei in diesen Tagen besonders bei unseren Kommunionkindern.
Begleite sie mit deinem Segen.
Lass sie gerade jetzt tiefer in die Freundschaft mit dir hinein wachsen.
Bis sie sich wieder um deinen Tisch versammeln können,
halte deine Hand über sie.
Amen.

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